Wir ziehen an einem Strang! – Teil V: Zubehör & Sicherheit


Zubehör und sicherheitsrelevante Komponenten im Kabelzug – warum sie den Unterschied machen

 

Unter anderem bestimmt das Zubehör auch die Qualität des Kabelzugs, reduziert Reibkräfte und schützt Kabelmantel sowie Komponenten. Es erhöht die Prozesssicherheit, schafft Reproduzierbarkeit und liefert – mit Protokollierung – prüfbare Nachweise. Im Folgenden ein gezielter Überblick zentraler Baugruppen, die im Zusammenspiel mit Spillwinden in Anhängerbauweise den professionellen Standard definieren.

 

1) Verbinder, Zugmittel und Sicherungselemente

Drallfänger (Drehwirbel):

Verhindern Torsionsübertragung vom Zugseil auf den Kabelstrumpf/Kabel und schützen so den Mantel vor Verdreh‑ und Punktlasten. Besonders relevant bei langen Zügen oder mehreren Umlenkpunkten.

Kabelziehstrümpfe:

An Kabeldurchmesser und Bauform angepasst; sorgen sie für formschlüssige, lastverteilte raftübertragung ohne punktuelle Quetschungen. Es gibt für verschiedene Anwendungen angepasste Varianten u. a. 1‑/2‑Schlaufen, längs geteilt, Ausführungen für Glasfaser-/Energiekabel.

Zugseile / Verbindersätze / Schäkel:

Drallarm oder drehfrei ausgeführt in Kombination mit passenden Kauschen/Verbinder‑Sätzen und schlanken Schäkeln sorgen sie für ein gutes Durchgleiten in Rohren sowie über Rollen.

Der Nutzen im Kabelzug: Sichere, definierte Kraftübertragung → weniger Mantelschäden, geringere Reklamationsrisiken und konstante Zugwerte.

 

2) Führungs‑,Leit‑ und Umlenktechnik

Eck‑ und Umlenkrollen:

Als Einzelrollen oder gekuppelte Kurvenketten in starrer Variante oder mit Wippenfunktion als für definierte Radien; gleichmässige Druckverteilung über mehrere Rollen verhindert Kantenlasten und reduziert Reibmomentspitzen an Richtungswechseln.

Kabeleinführ‑ und Umlenkgeräte (Schacht/Graben): 45°/90°‑Bögen, Einführschuhe und Tüllen; sichern den Eintritt ins Rohr/den Schacht und halten Mindestbiegeradien ein – entscheidend für empfindliche Kabelkonstruktionen.

Rohr‑/Leitungs‑Verlegerollen:

Tragen grosse Lasten beim Rohr‑ oder Leitungsumschlag, sorgen für definierte Auflage und verringern Flächenreibung am Untergrund.

Nutzen imKabelzug: Saubere Zuglinie, Ausbau / Einhaltung des geforderten Biegeradius und kontrollierte Umlenkung → geringerer Zugkraftbedarf, weniger lokale Lastspitzen, höhere Kabelschonung.

 

3) Mess‑,Protokollier‑ und Assistenzsysteme

Elektronischer Assistent MP 50: Er ermöglicht Zugkraft‑Messung und Registrierung in Echtzeit; dokumentiert Grenzwerte, Längen/Geschwindigkeiten, und Projektdaten. Nach der automatische

Protokollerstellung ist eine Ausgabe als PDF mit Diagramm sowie ein Datenexport/Übertragung (Wi‑Fi/USB) oder in der Cloud über IoT möglich.

Nutzen im Kabelzug: Transparenz und Nachweisfähigkeit → Abnahme‑/Audit‑Sicherheit,bessere Fehleranalyse, klare Abrechnung.

4) Schub‑/Logistik‑und Baustellen‑Peripherie

Kabelschub‑ und Spultechnik: Hydraulische Schubgeräte entlasten die Zugwinde auf langen/kurvigen

Strecken; stationäre bzw. mobile Spul‑/Umspul‑ und Trommeltechnik stellen eine kontrollierte Materialbereitstellung sicher. Der Einsatz vor einem Bogen reduziert die Zugkraft und damit auch die Radialkraft auf das Kabel.

Pritschen‑/Kastenrollen: Ermöglichen die definierte Aus‑ und Einleitung der Kabel auf oder neben

der Pritsche; niedrige Bauhöhen und verschliessbare Kastenrollen ermöglich eine sichere Führung.

Nutzen im Kabelzug: Rüstzeit‑ und Handling‑Vorteile, gleichmässiger Vorschub, entlastete Zugstrecke → konstantere Prozesswerte und weniger Unterbrechungen.


Fazit: Zubehör ist ein Kernbaustein des Kabelzugs

Die richtige Kombination aus Verbindertechnik, Führungs‑/Umlenksystemen, Mess‑ und Protokollierlösungen sowie Logistik‑Peripherie entscheidet darüber, ob der Einzug schonend, planbar und nachweisbar verläuft. In Summe sinken Schadensrisiken, die Zugkräfte bleiben beherrschbar, und die Dokumentation erfüllt die Anforderungen moderner Abnahme‑ und QS‑Prozesse.

Eine zu schwach oder falsch ausgelegte Zubehörkette kann hingegen den Zugkraftbedarf erhöhen, Mantel‑/Strukturschäden begünstigen und die Prozessqualität gefährden – besonders auf langen, kurvigen Trassen mit wechselnder Reibung. Als das Wichtigste bei der Auswahl aller Komponenten zählt die Sicherheit des Personals.

"Mit einer für das Projekt geeigneten Spillwinde lassen sich Arbeitsabläufe sicherer, wirtschaftlicher und dokumentierbarer gestalten."

Unser Vertriebsteam ist geschult die Beste Lösung für verschiedenste Projekte zu finden und begleitet den Auswahlprozess mit praxisnahem und fundiertem Wissen. In unserem Kunden- und Schulungszentrum in Lottstetten besteht die Möglichkeit einer intensiven Beratung in unserem Showroom mit verschiedenen ausgestellten Spillwinden.

0:00
0:00
Wir sind für Sie erreichbar: Montag – Freitag von 07.30 – 12.00 Uhr und 13.30 – 16.30 Uhr | Tel. +41 44 868 40 00 | info@vetter-kabel.ch